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>> HindernisseDie Hindernisse auf Ihren Weg zum Nichtraucher!
Welche Hürden müssen Sie, auf Ihrem Weg zum Ziel, überwinden?
Neben vielen Hürden, die es auf Ihrem Weg zum Ziel, Nichtraucherin zu werden, zu überwinden gilt, ist die Angst eine der höchsten.
Angst lähmt, lässt uns Entscheidungen verschieben, ja verhindert sogar Entscheidungen.
Angst ist ein menschliches Grundgefühl. Auslöser kann dabei auch der Verlust der Selbstachtung oder des Selbstbildes sein.
Nach Georg Wilhelm Friedrich Hegel gehörte Angst zum notwendigen Übergang auf dem Weg des Bewusstseins, zum Selbstbewusstsein. Die Überwindung der Angst wird durch Arbeit vollzogen.
Also lassen Sie uns jetzt an der Angst davor, Nichtraucherin zu sein arbeiten.
Die Angst, nie wieder rauchen zu dürfen.
Neben den Gewohnheiten und dem Druck gibt es weitere Hindernisse, auf Ihrem Weg zum Nichtraucher.
Kennen Sie auch das Unbehagen, das Sie beim Anblick der letzten Zigarette in der Packung beschleicht?
Besonders natürlich am Abend und Münzen haben Sie auch nicht mehr in der Tasche.
Dieses Unbehagen kann schnell zu Stress und Angst führen.
Das Gefühl, die Zigaretten zu vermissen, entsteht dadurch, dass dem Rauchen eine Wichtigkeit unterstellt wird, die allerdings nicht klar begründet werden kann. Es wird lediglich vermutet, dass dieses wichtige „Etwas“ ein Gefühl der Leere zurücklässt. Auch der Verlust einer helfenden Stütze, z.B. in Stresssituationen, kann befürchtet werden.
Um diese Angst loszuwerden, kommt man auf verrückte Ideen.
Meine Erfahrung.
Gegen 21.00 Uhr rauchte ich die letzte Zigarette aus der Schachtel.
Bereits während ich rauchte, überkam mich das soeben beschriebene Unbehagen.
Als ich die bis zum Filter gerauchte Zigarette ausdrückte, erfasste mich sofort der unlogische Wunsch nach einer weiteren Zigarette. Trotz intensivster Suche in allen Hosen- und Anzugtaschen war kein ausreichendes Kleingeld für den Zigarettenautomaten zu finden. „Rauchen … rauchen … rauchen“, hämmerte es in meinem Kopf.
Das Unbehagen steigerte sich. Verdammt noch mal, ich werde doch die letzte Stunde vor dem Schlafen ohne Zigarette auskommen. „Rauchen … rauchen … rauchen!“
Es war keine wirkliche Angst, die mich überfiel. Es war eher ein Gefühl innerer Unruhe oder auch Stresses.
Nun gibt es aber in meinem Wohnort keinen Zigarettenautomaten, der Geldscheine annimmt.
Das Ergebnis war, dass ich zu unserm kleinen Bahnhof lief. Ich wusste, dass der dortige Fahrkartenautomat auch Geldscheine annimmt. Ich kaufte mir eine Fahrkarte.
Zwei Euro für die Fahrkarte und acht Euro Wechselgeld.
Jetzt konnte ich endlich Zigaretten aus dem Automaten ziehen. Sofort verschwand das Unbehagen.
Natürlich rauchte ich die erste Zigarette auf dem Nachhauseweg.
Die Moral der Geschichte.
Rauchen macht verdammt unfrei!
Die beschriebene Angst ist keine pure Einbildung; sie besteht tatsächlich.
Natürlich ist sie völlig irrational, da Sie ohne Probleme jederzeit wieder mit dem Rauchen anfangen können.
Sie brauchen es nicht noch einmal wieder zu lernen. Sie werden es ein Leben lang können.
Verantwortlich für diese Angst ist ein kleines Organ in Ihrem Gehirn, der sogenannte Mandelkern (Amygdala). Die Amygdala ist an der Entstehung der Angst wesentlich beteiligt und spielt allgemein eine tragende Rolle bei der emotionalen Bewertung und dem Erfassen bekannter Situationen sowie der Analyse möglicher Gefahren: sie verarbeitet externe Impulse und leitet die vegetativen Reaktionen ein.
Der Mandelkern ist somit das Emotionszentrum im Gehirn und hilft uns bei Entscheidungen ohne harte Fakten.
Wenn dem Gehirn für eine Entscheidung logische Informationen fehlen, schaltet es das Gefühlszentrum hinzu. Wir bevorzugen das, was wir kennen.
Das gilt auch im Falle von riskanten Entscheidungen.
Ist das Risiko aufgrund von Erfahrungswerten abschätzbar, haben die meisten Menschen kein Problem damit, sich zu entscheiden - egal, wie hoch die Gefahr des Verlierens ist.
Anders sieht es bei Situationen aus, in denen wichtige Informationen fehlen, so dass Chancen und Risiken nur schwer eingeschätzt werden können: Hier tendieren viele Menschen dazu, grundsätzlich vom schlimmsten Fall auszugehen und das Risiko dadurch zu überschätzen. Solche Entscheidungen werden, wann immer es geht, vermieden.
Welche Erfahrungswerte fehlen dem Raucher?
Im Prinzip akzeptiert er die logische Information nicht, dass er als Nichtraucher mehr Spaß am Leben hat.
Dazu gehören Gesundheit, mehr Energie und Lebenskraft sowie mehr Geld zur Erfüllung seiner materiellen Wünsche.
Diese Tatsachen nicht zu akzeptieren, ist der Grund dafür, dass man sein Vorhaben, nicht mehr zu rauchen, immer wieder verschiebt.
Zusätzlich wird Angst durch die falschen Informationen über die Schwierigkeiten, mit dem Rauchen aufzuhören, ausgelöst.
Diese falschen Informationen betreffen,
- das Gefühl, die Zigaretten zu vermissen.
- die Vorstellung, dass das Leben ohne Zigaretten nie mehr so lebenswert sein wird.
- die Angst vor dem Versagen.
- die Entzugserscheinungen.
- die Gewichtszunahme.
Reflexionsfragen:
Ist das Rauchen für mich wichtig?
Wenn ja:
Bei welchem Anlass?
Wobei hilft mir das Rauchen?
Betrachten wir nun diese falschen Informationen näher.
Die Angst vor dem Versagen.
Besonders, wenn man es schon einige Male vergeblich versucht hat, befürchtet man bei einem neuerlichen Scheitern negative Auswirkungen auf das Selbstbewusstsein.
Ob Sie diese Angst überwinden können, hängt entscheidend von Ihrer Einstellung ab.
Betrachten Sie jedes Scheitern als Erfahrung. Begreifen Sie es nicht als endgültiges Ergebnis.
Ein Läufer mag in einem Langstreckenrennen langsam beginnen, doch er erhöht sein Tempo nach und nach und erreicht schließlich sein Ziel. Er würde einen entscheidenden Fehler machen, wenn er glaubt, das Ziel sei unerreichbar, nur weil er langsam gestartet ist. Wenn Sie also einmal Scheitern sollten, erkennen Sie dies als eine Erkenntnis, die Ihnen dabei hilft, Ihr Ziel zu erreichen.
Am Ende wird der Erfolg stehen.
Letztlich hängt der Erfolg von Ihrem Glauben ab. Ihr unterbewusstes Handeln ist nun einmal auf Erfolg programmiert.
Was immer Sie glauben, Sie werden es erfolgreich umsetzen.
Wenn Sie daran glauben, dass es schwer ist, mit dem Rauchen aufzuhören, werden Sie es sehr schwer haben. Wenn Sie zudem auch noch glauben, dass Sie es deshalb wohl nicht schaffen werden, werden Sie es 100%ig nicht schaffen.
Das heißt dann aber nicht, dass Sie versagt haben. Nein, Sie sind genauso erfolgreich wie diejenigen, die es geschafft haben.
Sie haben, wie diese, Ihre Überzeugung erfolgreich in die Wirklichkeit umgesetzt.
Überspitzt könnte man daher sagen, dass es gar keine Verlierer, sondern nur erfolgreiche Menschen gibt.
Reflexionsfragen.
Bin ich überzeugt davon, dass es diesmal kein weiterer Versuch ist?
Bin ich überzeugt davon, dass es mir diesmal 100%ig gelingen wird?
Oder glaube ich immer noch, dass es mir schwerfallen wird mit dem Rauchen aufzuhören?
Die Angst vor Entzugserscheinungen.
Diese beruht im Wesentlichen ebenfalls auf einer Fehlinformation.
Sie wird von verschiedenen Seiten verbreitet. Die Hersteller von Nikotinpflastern und Kaugummis werben damit, dass es nur dann leicht wäre, mit dem Rauchen aufzuhören, wenn man ihre Produkte benutzen würde.
Damit behaupten sie unterschwellig, dass es ohne ihre Produkte nicht möglich ist.
Auch manche ehemalige Raucher berichten von heftigen Entzugserscheinungen und wie schwer es ihnen dadurch gefallen ist. Welche Veranlassung haben sie, diese, nur für sie gültige Erfahrung zu verbreiten?
Nun ganz einfach, je schwieriger sie ihren Entwöhnungsprozess darstellen, desto mehr werden sie wegen ihrer Willensstärke bewundert.
Und die andere große Gruppe, die diese Irreführung aufrechterhält, sind natürlich Raucher, die es schon vergeblich versucht haben. Vielleicht auch Sie?
Selbst wenn Sie Ihre erlebten Entzugserscheinungen nicht nach außen verbreiten, so hat sich in ihrem Unterbewusstsein diese Erfahrung festgesetzt und erschwert ihnen fortan jeden weiteren Versuch.
Tatsache ist jedoch, dass es nur wenige, kaum spürbare körperliche Beschwerden gibt, die meist nach 2-3 Tagen gänzlich verschwunden sind.
Diese Beschwerden werden unterschiedlich stark empfunden. Wenn man erhebliche Beschwerden erwartet, so werden diese auch als stark erlebt.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die dem Nikotinentzug zugeschriebenen Beschwerden nicht auftraten. Lediglich einige leichte Befindlichkeitsstörungen, wie Nervosität und Übellaunigkeit, waren die Folge. Bereits nach zwei Tagen erreichte ich jedoch einen Zustand, der ein erhebliches Plus an körperlichem und seelischem Wohlbefinden bedeutete.
Es lohnt sich darüber nachzudenken, ob Entzugserscheinungen nicht deshalb entstehen, weil sie unbewusst erwartet werden.
Wenn man seine Entscheidung noch nicht 100%ig getroffen hat, können die Entzugserscheinungen als willkommener Anlass dienen, den Versuch mit dem Rauchen aufzuhören aufzugeben.
Die Angst vor der Gewichtszunahme.
Auch diese Angst ist weitgehend unbegründet.
Wieso, werden Sie fragen. Sie kennen Beispiele aus Ihrem Bekanntenkreis, die haben doch alle zugenommen, nachdem sie mit dem Rauchen aufgehört haben.
Natürlich gibt es Beispiele, die scheinbar Ihre Angst zu bestätigen scheinen. Andererseits gibt es aber auch Beispiele von übergewichtigen Rauchern, die, nachdem sie aufgehört haben, sogar ihr Gewicht normalisierten.
Betrachten wir einmal die möglichen Ursachen für eine Gewichtszunahme.
Untersuchungen zeigen, dass ein Raucher, der ca. 20 Zigaretten/Tag raucht, rund 200 Kalorien mehr Energie benötigt.
Nikotin hemmt zusätzlich den Appetit und verringert das Hungergefühl. Dies führt dazu, dass selbst bei unveränderter Ernährung eine Gewichtszunahme von ca. 2-3 Kilogramm normal ist.
Rauchen, oder jede andere Sucht, wird oft dazu benutzt, eine innere Leere auszufüllen. So kann Essen auch viele Bedürfnisse befriedigen, die bisher durch Rauchen erfüllt wurden, wie Anregung, Entspannung, Trost, Pause, Belohnung und Kontakt.
Dies kann tatsächlich zu Heißhungerattacken führen, die dann aber nichts mit wirklichem Energiehunger oder dem Nikotinentzug zu tun haben.
Eine weitere Ursache liegt in der Gewohnheit vieler Raucher, schneller und weniger zu essen, um möglichst bald eine Zigarette rauchen zu können.
Das Sättigungsgefühl während einer Mahlzeit tritt erst ca. zwanzig Minuten nach dem ersten Bissen ein. Da Sie, wie gewohnt, schnell essen, anschließend aber Zeit haben, kann dies dazu führen, dass Sie sich zum Beispiel noch einmal eine weitere Portion einverleiben oder den sonst verschmähten Nachtisch essen.
Gewichtszunahme muss nicht sein.
Wie Sie bereits wissen, werden Sie, nachdem Sie mit dem Rauchen aufgehört haben, eine Reifung Ihrer Persönlichkeit erleben. So wie diese Entwicklung fortschreitet, wird sich nicht mehr die Notwendigkeit ergeben, Gefühle mit Hilfe von Ersatzhandlungen zu befriedigen.
Im zweiten Teil des Buches, werden Sie mehr zu diesem Thema erfahren. Sie werden lesen, wie Sie durch ein verbessertes Lebensgefühl sogar ein evtl. schon bestehendes Übergewicht reduzieren können.
Fazit: Angst ist unnötig!
Ihre Angst verlieren Sie, wenn Sie die folgenden logischen Informationen akzeptieren.
· Ich werde nichts vermissen!
· Ich werde mehr Lebensqualität gewinnen!
· Ich kann nicht versagen!
· Es gibt keine Entzugserscheinungen, außer ich bilde Sie mir ein!
· Ich werde mein Gewicht halten oder evtl. reduzieren.
Wenn Sie die Entscheidung, nicht mehr zu rauchen, getroffen haben, werden Sie sich darüber wundern, warum Sie eigentlich geraucht haben.
Sie werden Mitleid mit Rauchern haben. Die müssen sich diese Giftstängel in den Mund stecken und dafür auch noch teuer bezahlen. Ein Gefängnis, ein Alptraum!
Das erinnert mich an eine Jugendlektüre. Ich las mit 15 Jahren gerne Landsergeschichten.
Es handelte sich dabei um Kriegsromane, meine Mutter sagte dazu „Schundromane“. In einem dieser Romane wurde beschrieben, wie ein Gefangener im Lager sein letztes Stück Brot gegen einige Gramm Tabak tauschte, obwohl er fast am Verhungern war. Damals konnte ich dieses Verhalten nicht verstehen. Nachdem ich meine eigene Abhängigkeit erkannt hatte, wusste ich, dass ich im gleichen Gefängnis saß wie dieser Gefangene.
Dieses Gefängnis hieß Abhängigkeit oder schädlicher Gebrauch oder ganz einfach und ehrlich Sucht.
Nun wird ja von vielen Leuten (besonders natürlich von Vertretern der Tabakindustrie) behauptet, es gäbe gar keine Nikotinsucht, weil ein entscheidender Punkt fehlen würde. Dieser Punkt betrifft die Beschaffungskriminalität.
Aber fragen Sie sich einmal, wie Sie sich verhalten würden, wenn die Droge Nikotin nicht an jeder Straßenecke frei verkäuflich angeboten würde? Erinnern Sie sich an mein Verhalten, bei dem ich versucht habe, im Aschenbecher noch eine einigermaßen rauchbare Kippe zu finden?
Glauben Sie wirklich, Sie würden das Rauchen so einfach lassen können, wenn von Heute auf Morgen der Verkauf von Tabakerzeugnissen verboten würde?
Glauben Sie wirklich, Sie würden nicht versuchen, auf dem dann entstehenden Schwarzmarkt an Ihr Suchtmittel zu kommen und fast jeden Preis dafür bezahlen?
Der Gefangene verhungerte lieber, als auf das Rauchen zu verzichten.
Wenn Sie wirklich glauben, sofort aufhören zu können und davon felsenfest überzeugt sind, dann können Sie jetzt das Buch zur Seite legen und sofort mit dem Rauchen aufhören.
Dann gratuliere ich Ihnen und beneide Sie, denn Sie waren dann tatsächlich nicht süchtig.
Reflexionsfragen:
Möchte ich mich unter allen Umständen aus dem Gefängnis der Abhängigkeit befreien?
Möchte ich wirklich endlich frei sein?
Welche Vorteile erhalte ich, wenn ich mich von meiner Sucht befreit habe?
Sie möchten weiterlesen?
Aber vielleicht sollten Sie jetzt besser eine Pause machen und über das Gelesene nachdenken.
Diese Seite über die Nikotinsucht gehört zu den ausführlichsten und besten die ich kenne.
Hier der Link >>> Nikotinsucht bei Wikipedia
Lohnt sich gründlich zu lesen, denn dann werden Sie wissen, warum Sie für alle Zukunft Zigaretten meiden sollten, wie der Teufel das Weihwasser.